Mit Sprache zum Erfolg?!

Der Ton macht die Musik. Wie häufig mein Vater mir diesen Satz früher vorgebetet hat. Jetzt weiß ich: Er hatte Recht. Wie ich etwas sage, hat nicht selten Auswirkungen auf das erreichte Ergebnis. Doch ist das schon alles? Ist es nur der Ton, der es ausmacht?
Nein, sagen Experten:

 

Rhetorik ist das Stichwort

Rhetorik ist die Kunst der Beredsamkeit . Sie gilt schon seit jeher als Disziplin und Mittel den Zuhörer zu überzeugen und zu einer bestimmten Handlung zu bewegen.  Schon in der griechischen Antike legte man großen Wert auf die richtige Ausdrucksweise und Tonalität. Denn das ist Rhetorik. Eine Ausdrucksweise, die sowohl sprachlich als auch tonal ansprechend ist.
Heute wissen wir, dass das der richtige Ansatz war. Eine gute Ausdrucksweise zahlt sich nicht nur beruflich aus. Auch privat hat sprachliches Talent Auswirkungen –  auf unser Umfeld, und vor allem auch auf uns selbst. Nutzen wir beispielsweise Wörter, die nach Stress klingen, sind wir gleich viel gestresster. Eliminieren wir dagegen Sätze wie: „Kannst du mal eben?“ oder „Ich mache das eben schnell“, reduzieren wir unseren Stresslevel. Führen wir uns diesen Effekt vor Augen, sehen wir, was wir mit Sprache erreichen können.

Duden - Rhetorik

 

 

Der Eindruck auf andere

„Ey, Alter – mach ma Platz. Isch will au ma sitzen hia“ Tja, höre ich solche Sätze, möchte ich schon aus Protest keinen Platz machen. In solchen Momenten frage ich mich, was mit unserer Sprache passiert ist. Die Person macht keinen guten Eindruck auf mich. Vielmehr noch. Ich habe den Eindruck, dass sie – nennen wir sie Julia –  nicht die hellste Kerze auf dem Kuchen sein kann. Ich mag mich täuschen, aber eine Person mit einer solchen Aussprache versehe ich mit diesem Stempel. Im Umkehrschluss natürlich das Gleiche.
Was bringt uns diese Erkenntnis? Sie zeigt uns, dass wir nur mit unserer Sprache schon einen ersten Eindruck bei unserem Gegenüber hinterlassen.

 

Arbeite an dir!

Wir geben Unmengen für die Aufpolierung unserer äußeren Erscheinung aus. Wieso sollten wir dann nicht auch daran arbeiten, dass unsere Sprache mit unsererem Erscheinungsbild übeeinstimmt? Grammatik, Tonalität und Wortschatz lassen sich erlernen und erweitern. Frei nach dem Motto: „Man lernt nie aus“ sollten wir uns unserer Sprache widmen. Und auch an der Präsentation unserer Sprache. Denn nur reden ist nicht genug. Mimik und Gestik spielen gerade, wenn wir eine Rede halten, eine enorm große Rolle. Hier sollten wir darauf achten, dass wir selbstsicher auftreten und unsere Mimik unter Kontrolle haben. Aufmerksam schauen und mit geringen Gestiken unsere Rede unterstützen.

 

Sprache als Erfolgsgarant

Sprache kann eine enorme Hilfestellung sein, bei der Kontaktaufnahme mit anderen Menschen oder im Bewerbungsgespräch. Denn wer sein Gegenüber mit seiner Sprache fangen kann, hat meist schon die halbe Miete bezahlt.  Entscheidend ist, wer sein Gesprächspartner ist. Dem muss ich mich anpassen. Mit Freunden rede ich schließlich anders als mit meinem Chef. Seien Sie also vorsichtig und finden Sie den richtigen Ton, für die richtige Situation. Und manchmal müssen wir einfach so reden, wie uns der Schnabel gewachsen ist.