Falsche Freunde – es ist Zeit zum Aussortieren

Es kommt der Zeitpunkt, da will man Balast loswerden. Die Wohnung von den sinnlosen Dingen befreien, die überflüssig geworden sind. Dinge, die belasten und uns von unserer Leichtigkeit abhalten. Die uns hemmen.
Das können materielle Dinge sein, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben oder eben auch Freunde.  Irgendwann merken wir, dass manche Menschen im Leben mehr belasten, als dass sie uns gut tun. Merken wir das bei unserem Partner, trennen wir uns. Wieso sollten wir uns dann nicht auch von unseren Freunden trennen?

Der gute Freund

Freunde

 

Der gute Freund ist der, der dich vor anderen in Schutz nimmt. Der dir die Wahrheit ins Gesicht sagt und dir sagt: „Das war ganz schön scheiße, aber wir kriegen das schon hin“.
Es ist der, der dich mitten in der Nacht zuhause besucht, wenn du nicht alleine sein kannst. Oder dir einfach nur ein Ohr bietet, wenn es kein anderer mehr tut.

TrennungDer Moment der Erkenntnis

Und dann kommt der Moment, an dem wir merken, dass Freundin x genau diesem Bild nicht mehr entspricht. Dass sie vielleicht hinter Ihrem Rücken schlecht redet. Dass das Gefühl der Leichtigkeit verloren gegangen ist. Dass man Dinge nicht mehr erzählen will, aus Angst vor der Reaktion.  Wenn dieser Moment gekommen ist, ist es meistens schon zu spät. Dann sind wir so genervt, dass es kein zurück mehr gibt.

 

Sanftes auslaufen oder harter Schnitt?!

Und dann ist es Zeit, an uns selbst zu denken. Dieser sogenannte Freund ist es nämlich nicht wert, dass wir uns ständig über ihn ärgern.  Bleibt die Frage, wie wir die Freundschaft beenden.
Zwei Möglichkeiten:

1. Wir lassen es auslaufen. Melden uns nicht mehr so häufig, bis man sich gar nicht mehr sieht oder spricht. Das ist die feige Art und Weise. Wir gehen (für den Moment) dem Konflikt aus dem Weg und lassen die Person langsam aus unserem Leben verschwinden. Das kann allerdings dazu führen, dass ein noch viel größerer Konflikt entsteht.

2. Wir wählen die Variante des harten Schnittes. Treffen uns mit der Person. Machen ihr klar, wie wir uns ihn ihrer Gegenwart fühlen und sagen ganz klar, dass wir an der Freundschaft nicht mehr interessiert sind. Das ist ungemütlich und kann zu einem großen Konflikt führen. Macht es aber deutlich. Und auf lange Sicht, vermutlich sogar die bessere Lösung, weil beide wissen, wo sie dran sind.

Wie auch immer wir es machen, anfänglich wird es gewöhnungsbedürftig. Doch schnell werden wir die Befreiung merken, die uns dieses „Aussortieren“ bringt. Denn wenig, gute Freunde sind wesentlich besser, als viele, falsche Freunde.